Gesunder Schlaf - gesunder Mensch?

Nicht umsonst „verschlafen“ wir ein ganzes Drittel unseres Lebens. Das sind 25 bis 30 Jahre Schlaf am Stück! Dabei werden Heilungsprozesse aktiviert, Organe und Zellen mit neuen Brennstoffen versorgt, Gewebeschäden repariert, Zellen erneuert und unsere Haut wirkt durch gesunden Schlaf glatter und strahlender.

 

Dabei gilt allerdings: Schlaf ist nicht gleich Schlaf!

 

Warum das so ist, was zu wenig Schlaf mit uns macht und wie Sie zukünftig besser schlafen können, verraten wir Ihnen im folgenden Blogbeitrag.

 

Die 3 Phasen des Schlafes

 

1.     Leichter Schlaf: Kurz nach dem einschlafen können uns selbst die kleinsten Geräusche aufwecken; Atmung und Puls verlangsamen und der Blutdruck sinkt. Der Körper befindet sich in einer Art Schwebezustand.

 

2.     Die Tiefschlafphase: Wir träumen kaum und bewegen uns wenig. In dieser Phase schüttet das Gehirn Hormone zur Regenration aus.

 

3.     Rapid-Eye-Movement-Phase (REM-Phase): Viele Hirnregionen sind aktiv; wir träumen lebhaft und unsere Muskeln sind lahmgelegt.

 

Was sind die Symptome von Schlafmangel?

 

Müdigkeit, natürlich, aber auch geringe Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, Stimmungsschwankungen und Schwindel sind oft die ersten Symptome von zu wenig Schlaf.

 

Kommt die Schlaflosigkeit drei Nächte oder öfter die Woche über einen längeren Zeitraum von mehr als vier Wochen vor, kann sie zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Problemen führen.

 

Welche Auswirkung hat zu wenig Schlaf auf unsere Gesundheit?

 

Fehlender Schlaf ist eine Entwicklung der heutigen Gesellschaft bzw. eine fehlende positive Einstellung zur Wichtigkeit des Schlafes.

 

Die Tendenz geht immer mehr zu weniger Schlaf und immer mehr zu permanenter Erreichbarkeit. Der verstärkte Einsatz von Medien oder auch Stress sind sicherlich mit verantwortlich für chronischen Schlafmangel.

 

Viele Menschen unterschätzen, welche gesundheitlichen Risiken zu wenig Schlaf mit sich bringt. Müdigkeit, Erschöpfung, schlechte Stimmung und Konzentration, Schwindel, verminderte Sprachfähigkeit und verlangsamte Reaktionsfähigkeit sind die Folge.

 

Schlafmangel beeinflusst außerdem die Produktion des appetitanregenden Hormons Ghrelin, das den Hunger steuert. Müdigkeit macht also hungrig, was den Blutzuckerwert bei Wenigschläfern höher sein lässt als bei Menschen, die viel schlafen.

 

Durch dauerhaft zu wenig Schlaf ist die Immunabwehr gestört, weil es dem übermüdeten Körper schwerer fällt, Keime und Krankheitserreger abzuwehren. Wir werden anfälliger für Infekte.

 

Schlafmangel kann zu hohem Blutdruck führen und zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Folglich erhöht sich das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Schlaganfälle.

 

Und zu allem Übel lässt uns dauernder Schlafmangel auch noch müde und alt aussehen.

 

Warum ist Schlaf so wichtig?

 

Nachts vollbringt unser Organismus Leistung auf höchstem Niveau: Der Körper regeneriert sich, Abwehrkräfte werden gestärkt, Hormone kurbeln das Zellwachstum an und das Gedächtnis speichert, was wir tagsüber gelernt haben.

 

Wie viel Schlaf ein Körper braucht, ist oft individuell. Laut Schlafexperte gibt es Kurz- und Langschläfer. Die einen brauchen nur fünf Stunden davon, andere sind auch nach acht noch nicht ausgeschlafen. Im Durchschnitt braucht ein Erwachsener sieben his siebeneinhalb Stunden Schlaf.

 

Auf die Schlafzeit alleine kommt es allerdings gar nicht an. Entscheidend ist der Erholungswert des Schlafes. Wenn Sie gut einschlafen, nachts nicht ständig wach sind, morgens erholt aufwachen und tagsüber fit, war der Schlaf ausreichend.

 

Bereits kurz nach dem Einschlafen durchlaufen wir die erste Tiefschlafphase, in der das Gehirn das Wachstumshormon Soamtropin ausschüttet. Es stärkt die Knochenfestigkeit und unterstützt den Aufbau der Muskeln und Knorpel.

 

Die Produktion der Abwehrzellen erreichen im Schlaf ihren höchsten Stand, weshalb wir uns regelrecht „gesundschlafen“ können, wie z.B. bei einer Erkältung, wenn wir den ganzen Tag im Bett liegen bleiben.

 

Nur während des Schlafes, dabei vorwiegend in der Tiefschlafphase, kann sich unser Körper erholen und dabei Zellen im Körper erneuern. Gesunder und erholsamer Schlaf gibt dem Körper neue Lebensenergie, Vitalität und Ausgeglichenheit zurück.

 

Kurzum: Schlaf macht schön! Grund dafür, sind ebenfalls Hormone, die Zellschäden in der Haut und im Gewebe reparieren. Sie sind wichtig für das Kollagengerüst und sorgen für straffe Haut.

 

Ganz nebenbei bauen diese Hormone auch noch Fett aus den Zellen ab.

 

Tipps für einen gesunden Schlaf

 

Kein Fernsehen: Fernsehen rund um die Uhr fördert einen permanenten Erregungslevel, der uns am Schlafen hindert. Dabei wird nicht nur das Einschlafen schwerer, sondern der gesamte Schlaf ist wenig erholsam. Spätestens eine Stunde vor dem Zubettgehen, sollten Sie den Fernseher auslassen.

 

Kein Kaffee: Kaffee stört den Schlaf, da er die Hirntätigkeit anregt. Deshalb sollten Sie mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee mehr trinken. Auch Nikotin wirkt sich negativ auf den Schlaf aus, weil es wie Kaffee anregend wirkt. Alkohol lässt uns zwar schnell einschlafen, doch der Schlaf an sich ist unruhig und unterbrochen.

 

Keine üppigen Mahlzeiten: Nehmen Sie abends nur noch leichte Mahlzeiten zu sich. Deftige und fettige Speisen beanspruchen den Magen-Darm-Trakt so sehr, dass dies den Schlaf stören kann.

 

Lavendel- oder Hopfenblütentee: Wärmt den Körper von innen und hat eine einschlaffördernde Wirkung.

 

Dunkles und ruhiges Schlafzimmer: Durch Dunkelheit wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin angeregt. Außerdem sollte die Raumtemperatur nur zwischen 14 und 18 Grad liegen und ausreichend gelüftet werden.

 

Bequeme Matratze und Kissen: Beides sollte Ihren Rücken ausreichend stützen und nicht zu hart sein.

 

Stressvermeidung: Stress versetzt den Körper in erhöhte Alarmbereitschaft, was sich auf die Atmung, die Muskulatur und den Kreislauf auswirkt. Der Körper ist energiegeladen, obwohl er eigentlich zur Ruhe kommen sollte.

 

Regelmäßiger Tagesrhythmus: Bezüglich Ihrer Aktivitäten und Mahlzeiten, ist Regelmäßigkeit eine gute Vorbereitung auf den Schlaf.

 

Fazit

 

Gesunder Schlaf – gesunder Mensch? Da ist auf jeden Fall was dran! Machen Sie sich bewusst, welche (lebens-)wichtigen Prozesse während des Schlafes in Ihrem Körper ablaufen und geben Sie ihm die Chance zur Regeneration. Sie vermeiden dadurch nicht nur bestimmte Krankheiten, sondern sehen auch noch jünger und gesünder aus.

 

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